AG vs GmbH: Unterschiede und Entscheidungsfaktoren

December 22, 2025

AG vs. GmbH in der Schweiz: Die wichtigsten Unterschiede

Die Auswahl zwischen einer Aktiengesellschaft (AG) und einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist ein entscheidender Schritt für GründerInnen, wenn es um die Gründung eines KMU geht. Doch was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen beiden Formen und wie sollten sich die rechtlichen und buchhalterischen Konsequenzen unterscheiden?


Ein wichtiger Unterschied liegt in der Haftungsart. Bei einer AG ist die Gesellschaft als juristische Person mit vollem Rechtsvermögen organisiert, während eine GmbH eine beschränkte Haftung hat. Dies bedeutet, dass bei einer GmbH nur das Verwaltungsvermögen haftbar ist und nicht das gesamte Vermögen der Gesellschaft.
Viele GründerInnen wählen die GmbH aus, weil sie denkt, es gäbe weniger rechtliche Anforderungen als bei einer AG. Allerdings sind dies falsche Annahmen.

Zu den wichtigsten Unterschieden zwischen AG und GmbH gehört die Zahl der Gesellschafter, die Rechtsform, die Buchführung und die Steuerlast.


Eine AG wird durch ein Kapitalgesetzbuch geöffnet und es müssen mindestens 2 Gesellschafter sein. Eine GmbH hingegen wird durch eine Gesellschaftsver contract geöffnet und es können bis zu 50 Gesellschafter sein.


Eine AG muss eine Aktivitäts- und Gewinn- und Verlustrechnung führen, während eine GmbH ebenfalls eine Rechnungslegung führt, aber nicht unbedingt eine Aktivitäts- und Gewinn- und Verlustrechnung.


Eine AG ist unter Zwangsabgabe bei der Eidgenössischen Finanzbehörde (EFB) verpflichtet, während eine GmbH keine Zwangsabgabe leisten muss

Erfolgsfaktoren bei der Entscheidung zwischen AG und GmbH

Um erfolgreich zu sein, sind es wichtig, die richtige Rechtsform für das KMU zu wählen und sich auf die praktischen Aspekte der Buchführung und Steuerlast zu konzentrieren.

1. Ermitteln Sie den Zweck Ihres KMU und definieren Sie Ihre Ziele.


2. Überlegen Sie, ob eine AG oder GmbH für Sie geeignet ist.


3. Berücksichtigen Sie die rechtlichen Anforderungen und die Steuerlast.


4. Erstellen Sie ein Stammkapitalvermögen und eine Notarkasse.


5. Führen Sie eine Buchführung und legen Sie Rechnungen ab.

Ein wichtiger Tipp ist, sich vor der Wahl der Rechtsform an einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu wenden, um sicherzustellen, dass die richtige Entscheidung für Ihr KMU getroffen wird. Ein weiterer wichtiger Tipp ist, eine detaillierte Buchführung und eine klare Steuerplanung zu erstellen, um Ihre Steuern effizient zu minimieren.


Ein Beispiel für den Erwerb eines Notarzertifikats: Ein KMU mit zwei GesellschafterInnen kann ein Stammkapitalvermögen und eine Notarkasse eröffnen. Sie müssen sich dafür um die rechtlichen Anforderungen kümmern, sodass sie nicht in Schwierigkeiten geraten.